Warum diese Quälgeister heuer ungewöhnlich früh unterwegs sind
Königinnen starten in die neue Saison
Kaum zeigt sich die Sonne, summt es wieder: Neben Bienen und Hummeln sind heuer auch Wespen ungewöhnlich früh aktiv. Fachleute führen das auf die aktuellen Wetterbedingungen zurück.
"Es handelt sich dabei um die jungen Königinnen, die überwintert haben. Sie fliegen jetzt herum und beginnen mit der Nestgründung", erklärt Martin Schwarz vom Biodiversitätszentrum Oberösterreich.
Trockenheit erhöht die Überlebenschancen
Für die Tiere kommt die derzeitige Witterung gelegen. Wärme und Trockenheit verbessern die Chancen, dass ein neues Volk entsteht. Denn im Gegensatz zu Bienen überlebt bei Wespen nur die Königin den Winter – sie ist nach der Eiablage zunächst auf sich allein gestellt.
"Das ist eine kritische Phase. Ist es in dieser Zeit nass und kalt, kann es sein, dass sie es nicht schafft, sie durchzubringen, weil das Überleben des Volkes nur von einem Individuum abhängt", so Schwarz.
Mehr Wespen? Prognose noch offen
Ob die günstigen Bedingungen tatsächlich zu einem besonders wespenreichen Sommer führen, lässt sich derzeit nicht sagen. Entscheidend sei die weitere Wetterentwicklung. Kühlere Phasen könnten das Wachstum der Völker bremsen und ihre Anzahl begrenzen.
Zwei Arten sorgen für Ärger
Von den insgesamt 15 bis 20 heimischen Wespenarten werden vor allem zwei dem Menschen lästig: die Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe. Letztere wird häufig auch als "Erdwespe" bezeichnet, da sie ihre Nester bevorzugt in dunklen Hohlräumen im Boden anlegt.
(VOL.AT)