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Warum Gegner von Altach und Lustenau so gerne in diesem Hotel einchecken

Seit zehn Jahren leitet Beate Puff-Kopf das Hotel am Garnmarkt in Götzis.
Seit zehn Jahren leitet Beate Puff-Kopf das Hotel am Garnmarkt in Götzis. ©VOL.AT/Rausch; Hotel am Garnmarkt
Vor Fußballspielen zählt für Profis jedes Detail. Genau dort setzt ein Hotel in Götzis an. Seit vielen Jahren übernachten dort Sportler regelmäßig und bereiten sich auf das nächste Match vor.

"Sportler wollen keine Experimente", sagt Beate Puff-Kopf (45). "Wenn etwas gut funktioniert, bleiben sie treu." Seit zehn Jahren führt die Steirerin das Hotel am Garnmarkt in Götzis. Insgesamt arbeiten im Betrieb etwa 20 Beschäftigte in Voll- und Teilzeit. Pro Jahr übernachten knapp 22.000 Gäste.

Im Seminarraum können sich Teams besprechen.
Im Seminarraum können sich Teams besprechen. ©Hotel am Garnmarkt

Im Juni 2014 eröffnet, waren Fußballteams von Anfang an regelmäßige Besucher. Doch nicht nur Kicker, auch Eishockeymannschaften und Leichtathleten übernachten gerne und immer wieder dort.

Gefragt nach der Erfolgsformel, antwortet die Geschäftsfrau: "Wir sind kein klassisches Sporthotel, sondern eins, das seit Jahren genau weiß, was Sportler brauchen." Werbung oder Marketing seien nicht nötig, denn in der Sportszene funktioniere immer noch die gute alte Mundpropaganda am besten.

"Keine Nummer, sondern Stammgäste"

Rund 30 Sportmannschaften sind pro Saison im Götzner Hotel untergebracht. Darunter sind neben den gegnerischen Teams von SCR Altach, Austria und FC Lustenau, SW Bregenz die Spieler der Nachwuchsakademien von Bregenz und Altach. Neben Fußballklubs wie LASK, Rapid Wien oder WSG Tirol waren auch die Nationalteams von Georgien und Weißrussland bereits einquartiert, außerdem die Rivalinnen der Vorarlberger Frauenfußballteams. Wenn es der Spielplan zulässt, sind sogar zwei Kader gleichzeitig beherbergt.

Im Fitnessraum können Sportler vor ihrem großen Auftritt noch trainieren.
Im Fitnessraum können Sportler vor ihrem großen Auftritt noch trainieren. ©Hotel am Garnmarkt

Warum checken jene seit vielen Jahren regelmäßig ein? "Weil sich Profisportler bei uns nicht wie eine Nummer fühlen, sondern wie Stammgäste", erklärt die 45-jährige Unternehmerin. Die Trainer, Betreuer oder Physiotherapeuten der Teams würden sich ganz bewusst für den Standort entscheiden.

Vor allem die Verlässlichkeit sei entscheidend: gleicher Ablauf, gleichbleibende Qualität, kurze Wege. "Sie wissen: Bei uns funktioniert alles, auch unter Druck", betont Puff-Kopf, die jahrelang in der Schweiz beruflich tätig war. Grundsätzlich zähle für Mannschaften nicht die Aussicht, sondern der "reibungslose Ablauf".

Den Gästen werden große Zimmer und trennbare Betten geboten.
Den Gästen werden große Zimmer und trennbare Betten geboten. ©Hotel am Garnmarkt

Rückzugsort für Sportler

Außerdem schätzten sie es sehr, dass es "familiär, ruhig und konzentriert" sei. Für die Sportler sei das Hotel am Garnmarkt ein Rückzugsort, in dem sie nicht abgelenkt werden. "Wir bieten große Zimmer, einen Massageraum mit drei Liegen und ein Rundum-Service inklusive Reservierung des Trainingsplatzes." Auch um die Wäsche der verschwitzten Fußball- und Eishockeytrikots kümmern sich die Angestellten.

Auch die Ruhe vor dem Spiel finden Sportler hier.
Auch die Ruhe vor dem Spiel finden Sportler hier. ©Hotel am Garnmarkt

Da die Ernährung im Sport eine große Rolle spielt, können die Gegner von SCR Altach, Austria Lustenau und Co. eine auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Kost wählen: vor dem Spiel kohlenhydratreiche Speisen, nach der Partie leichte und eiweißbetonte Nahrung.

Die Menüansprüche seien gewachsen, mittlerweile biete man die Optionen vegan, laktose-, gluten- und allergenfrei an. Zusätzlich ist die Lage des Hotels ein weiterer Bonuspunkt. So befinden sich zahlreiche Trainingsplätze, Stadien und Eishallen in unmittelbarer Nähe.

"Kleine Insider-Geschichten"

Als diskrete Hotelchefin möchte Puff-Kopf keine Gästenamen nennen. Einige Anekdoten – oder, wie sie es nennt, "kleine Insider-Geschichten" – teilt sie aber gerne. "Fans haben schon ein paar Mal das Wunschkennzeichen des Teambusses einer Bundesligamannschaft entwendet, der vor dem Hotel stand", erinnert sie sich lächelnd.

Einmal habe ein Zeugwart die falschen Dressen eingepackt, nämlich jene für ein Heimspiel. "Und irgendwann lag in Lustenau so viel Schnee auf dem Platz, dass das Spiel nicht stattfinden konnte. Das gesamte Team fuhr also zurück ins Hotel, musste eine weitere Nacht bleiben und bestellte sich Pizza vom Lieferservice."

(VOL.AT/Rausch)

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