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Wassernot in Mexiko-Stadt: Der "Tag Null" naht

Wassernotstand in Mexiko-Stadt
Wassernotstand in Mexiko-Stadt ©Canva
In Mexiko-Stadt verschärft sich die Wassernot. Fachleute schlagen Alarm über den bevorstehenden "Tag Null" – den Tag, an dem aus den Wasserhähnen der Stadt kein Wasser mehr fließt.

Ein Einwohner erzählte CNN, dass Wassermangel bereits Teil seines täglichen Lebens ist. Er sammelt Wasser nach dem Duschen, um es erneut für die Spülung der Toilette zu nutzen, um Wasserverschwendung zu vermeiden.

Gründe für den Wassermangel

Die Wasserknappheit hat vielfältige Ursachen. Nach der Zerstörung eines Großteils der Stadt im 16. Jahrhundert trockneten die damaligen Ingenieure das Seebett aus, füllten Kanäle auf und rodeten Wälder. Die Stadt bezieht 60 Prozent ihres Wassers aus Grundwasserleitern, die sich jedoch nicht schnell genug auffüllen. Versiegelte Oberflächen erschweren das Versickern von Regenwasser, und lange Trockenzeiten, gefolgt von zu kurzen Regenperioden, verschärfen das Problem.

Die drohende Wasserkrise

Christian Domínguez Sarmiento, ein Atmosphärenforscher an der UNAM, berichtet, dass bereits mehrere Stadtteile seit Wochen unter einem Wassermangel leiden, und es dauert noch vier Monate bis zur nächsten Regenzeit. Die nationale Wasserkommission Conagua hat die Wasserzufuhr aus dem Cutzamala-System, das etwa ein Viertel des Wassers für das Tal von Mexiko liefert, um fast 25 Prozent reduziert, um die Trinkwasserversorgung aufrechtzuerhalten.

Experten empfehlen Maßnahmen

Ein Conagua-Beamter warnte, dass ohne signifikante Regenfälle der "Tag Null" am 26. Juni eintreten könnte. Mexiko-Stadts Bürgermeister Martí Batres Guadarrama und Präsident Andrés Manuel López Obrador bezeichneten solche Prognosen jedoch als Falschmeldungen und betonten, dass an Lösungen gearbeitet wird. Trotz der Nutzung verschiedener Wasserquellen sind insbesondere ärmere Gegenden stärker von Wassermangel betroffen.

Experten empfehlen Maßnahmen wie verbesserte Abwasseraufbereitung, die Wiederherstellung von Flüssen und Feuchtgebieten sowie effizientere Regenwassersammelsysteme, um die Einwohner von der zentralen Wasserversorgung unabhängiger zu machen.

(VOL.AT)

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