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Welche Straßen 2026 in Vorarlberg saniert werden – und wo Umleitungen drohen

©Dietmar Stiplovsek
Vorarlberg steckt 2026 89,4 Millionen Euro in Straßen, Tunnel und Brücken. Der Plan zeigt, wo es eng wird.

Schwerpunkt auf Infrastruktur und Verkehrsprojekte

Mit dem Straßenbauprogramm 2026 setzt das Land Vorarlberg den Schwerpunkt weiterhin auf die Erhaltung bestehender Infrastruktur und auf größere Verkehrsprojekte. Laut den vorgestellten Plänen entfallen rund 48 Millionen Euro allein auf den Stadttunnel Feldkirch. Weitere 33,3 Millionen Euro sind für Bau- und Instandsetzungsmaßnahmen vorgesehen, zusätzlich werden Mittel für Planungen, Liegenschaftskäufe und die Behebung von Schäden nach Unwettern bereitgestellt.

Landesstatthalter Christof Bitschi erklärte dazu: "Unser Anspruch ist klar: Wir investieren verantwortungsvoll, sichern bestehende Infrastruktur und setzen dort gezielt neue Impulse, wo sie für die Bevölkerung spürbare Verbesserungen und Entlastung bringen."

Stadttunnel Feldkirch bleibt größtes Projekt

Der Stadttunnel Feldkirch bleibt das mit Abstand größte Infrastrukturprojekt des Landes. Nach dem Tunnelanschlag im März 2026 laufen die Arbeiten laut Land planmäßig weiter. Fertiggestellt wurde bereits der Lüftungsschacht am Stadtschrofen. Parallel dazu laufen Arbeiten an den Portalen Altstadt und Tisis.

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Für 2026 sind weitere Tunnelvortriebe, Arbeiten an den Portalbauwerken sowie temporäre Lärmschutzmaßnahmen vorgesehen. Im Oktober soll zudem der Baustart beim Tunnelportal Tisis erfolgen.

Die Baustelle des Stadttunnels Feldkirch beim Portal Felsenau. ©Dietmar Stiplovsek

Das Gesamtprojekt läuft seit 2019 und soll bis 2030 umgesetzt werden. Die Gesamtkosten werden derzeit mit 367 Millionen Euro angegeben, mit einer möglichen Schwankungsbreite bis 385 Millionen Euro. Bis Jänner 2026 wurden laut Land bereits rund 67,3 Millionen Euro investiert. Bitschi bezeichnete den Tunnel als "Schlüsselprojekt für mehr Lebensqualität im Raum Feldkirch".

Schwerpunkt auf Sanierungen und Erhalt

Neben Neubauten liegt der Fokus des Programms stark auf Erhaltungsmaßnahmen. Laut Land fließen rund 89 Prozent der Mittel in die Werterhaltung bestehender Infrastruktur, acht Prozent in Neubauten und drei Prozent in Umgestaltungen.

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Geplant sind unter anderem Asphalt- und Brückensanierungen, Felssicherungen, Tunnelmodernisierungen sowie Arbeiten an Stützmauern und Verkehrsleitsystemen. Zahlreiche Maßnahmen bringen temporäre Sperren, Nachtarbeiten oder Ampelregelungen mit sich.

Zu den größeren Projekten zählen etwa:

  • die Erneuerung der Montfortbrücke in Feldkirch,
  • der Ausbau der Ortsdurchfahrt Rankweil,
  • die Sanierung der Rheinbrücke Wiesenrain in Lustenau,
  • die Erneuerung der Lutzbrücke zwischen Ludesch und Thüringen,
  • Arbeiten am Schnepfauer Tunnel im Bregenzerwald,
  • sowie mehrere Straßen- und Felssicherungsprojekte entlang der L200 und L193.

Auch Radwege werden ausgebaut. Zwischen Schnepfau und Au ist unter anderem der Neubau einer Brücke sowie eines Radwegabschnitts beim Tunnelportal Au geplant.

Sperren und Verkehrsbehinderungen angekündigt

Viele Bauprojekte werden unter laufendem Verkehr durchgeführt, dennoch kündigt das Land für mehrere Baustellen Totalsperren oder nächtliche Sperren an. Betroffen sind unter anderem Abschnitte in Rankweil, Lustenau, Schwarzenberg, Schröcken oder Nenzing. Teilweise sollen großräumige Umleitungen eingerichtet werden. Bei Brücken- und Tunnelarbeiten wird der Verkehr häufig einstreifig mit Ampelregelungen geführt.

Infrastruktur als Standortfaktor

Das Land argumentiert, dass Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur sowohl für die Bevölkerung als auch für die Wirtschaft notwendig seien. Bitschi erklärte dazu: "Unsere Straßen sind die Lebensadern unseres Landes, sowohl für die Bevölkerung als auch für die Betriebe und die gesamte wirtschaftliche Entwicklung."

(VOL.AT)

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