Die K.-o.-Phase der Fußball-WM sorgt weiter für Spannung. Brasilien musste bis zuletzt zittern, Deutschland erlebte die nächste Enttäuschung und Marokko setzte ein Ausrufezeichen.
Brasilien hat das früheste WM-Aus seit 36 Jahren in letzter Sekunde verhindert. Der Rekordweltmeister besiegte Japan im Sechzehntelfinale in Houston mit 2:1 und zog damit ins Achtelfinale ein.
Nach einer enttäuschenden ersten Hälfte brachte Kaishu Sano die Japaner in Führung (29.). Die Seleção steigerte sich nach dem Seitenwechsel deutlich. Casemiro gelang per Kopf der Ausgleich (56.), ehe der eingewechselte Gabriel Martinelli in der fünften Minute der Nachspielzeit nach Vorarbeit von Bruno Guimarães den viel umjubelten Siegtreffer erzielte.
Brasilien trifft nun im Achtelfinale auf den Sieger der Partie zwischen der Elfenbeinküste und Norwegen.
Marokko ringt die Niederlande im Elfmeterschießen nieder
Marokko steht ebenfalls unter den letzten 16. Die Nordafrikaner besiegten die Niederlande in Monterrey nach einem 1:1 nach Verlängerung mit 3:2 im Elfmeterschießen.
Obwohl Marokko über weite Strecken die bessere Mannschaft war, brachte Cody Gakpo die Niederländer in der 72. Minute in Führung. Issa Diop rettete sein Team mit einem Kopfballtreffer in der Nachspielzeit in die Verlängerung. Vom Elfmeterpunkt behielten die Marokkaner schließlich die Nerven, nachdem bei den Niederlanden gleich drei Schützen vergaben.
Im Achtelfinale wartet am Samstag Co-Gastgeber Kanada.
Deutschland erlebt die nächste WM-Enttäuschung
Für Deutschland ist die Weltmeisterschaft dagegen bereits beendet. Die DFB-Auswahl verlor in Foxborough gegen Paraguay nach Elfmeterschießen mit 3:4 und schied damit bereits im Sechzehntelfinale aus.
Julio Enciso brachte Paraguay kurz vor der Pause in Führung (42.), Kai Havertz glich nach dem Seitenwechsel aus (54.). In der Verlängerung wurde ein Treffer von Jonathan Tah nach VAR-Überprüfung aberkannt, ehe Paraguays Torhüter Orlando Gill im Elfmeterschießen mit Paraden gegen Havertz und Nick Woltemade zum Matchwinner wurde. Jonathan Tah setzte seinen Versuch zudem über das Tor.
Bundestrainer Julian Nagelsmann kündigte trotz des neuerlichen Rückschlags an, seinen bis nach der EM 2028 laufenden Vertrag erfüllen zu wollen. Nach den Vorrunden-Aus bei den Weltmeisterschaften 2018 und 2022 ist das Scheitern im ersten K.-o.-Spiel die nächste schwere Enttäuschung für den viermaligen Weltmeister.
(VOL.AT)