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Zwei Wochen vor Gold vergewaltigt: Paralympics-Star spricht erstmals über Trauma

Carina Edlinger bei den FIS Nordischen Ski-Weltmeisterschaften im Para-Langlauf am 5. März 2025 in Trondheim, Norwegen.
Carina Edlinger bei den FIS Nordischen Ski-Weltmeisterschaften im Para-Langlauf am 5. März 2025 in Trondheim, Norwegen. ©GEPA pictures
Nur zwei Wochen vor ihrem Paralympics-Gold 2022 wurde Carina Edlingerova vergewaltigt. Jetzt spricht die 27-Jährige erstmals offen über das Trauma – und über die Zeit danach.

Zwei Wochen vor ihrem Gold-Triumph bei den Paralympics 2022 in Peking wurde Carina Edlingerova vergewaltigt. Das bestätigte die 27-Jährige nun Jahre später. Zunächst hatte "Forbes Austria" darüber berichtet.

Carina Edlingerova gewann bei den Paralympics 2022 in Peking Gold für Österreich, damals noch unter dem Namen Carina Edlinger. Inzwischen startet die gebürtige Bad Ischlerin für Tschechien.

Bei den Paralympics 2026 gewann sie im Biathlon-Sprint Silber und holte damit für ihr Land die erste Paralympics-Medaille seit 16 Jahren. In Tesero sprach sie erstmals über die Vergewaltigung vor den Spielen 2022 und über ihre dunkelsten Stunden.

Trauma vor Olympia-Gold

Wie "Forbes Austria" schrieb, sei ein "prägender Moment" gewesen, "als sie zwei Wochen vor ihrem Olympiasieg 2022 vergewaltigt wurde und ein schweres Trauma erlitt". Durch ihren Willen und Visualisierungen habe sie demnach wieder "auf die Erfolgsspur" zurückgefunden und auch ihr "persönliches Lebensglück" wiedergefunden.

"Sehr dunkle Zeiten erlebt"

Gegenüber "Laola1" sagte Edlingerova in Tesero: "Ich habe in meinen Jahren, auch im österreichischen Sport, sehr dunkle Zeiten erlebt. Ich habe sehr, sehr viel darunter gelitten."

Und weiter: "Nach außen hin war ich die erfolgreiche junge Lady, die alles Mögliche gewonnen hat, aber wie es so einem Menschen dahinter geht, das ist noch mal ganz etwas anderes."

2022 holte Carina Edlingerova, damals noch unter dem Namen Edlinger, Paralympics-Gold für Österreich. ©GEPA pictures

Das Erlebte habe sie unter anderem mithilfe ihres Hundes verarbeitet, der die sehbeeinträchtigte Athletin im Alltag begleitet. Edlingerova sagte dazu: "Ich habe zum Glück das Ganze überlebt, dankenswerterweise auch wegen meines Hundes, der hat dann wieder ganz viel Licht in mein Leben gebracht."

Zudem betonte sie: "Ich habe psychologisch sehr viel an dem Wort China gearbeitet. Die Goldmedaille habe ich nie wieder angeschaut."

Carina Edlingers (Edlingerova) Blindenhund Riley. ©GEPA pitures

"War 14 Wochen in Therapie"

Nach den Paralympics begann sie mit der Aufarbeitung. "Nach China war ich 14 Wochen in Therapie, ich bin direkt nach den Paralympics in Therapie gegangen. Ich sage, über psychische Gesundheit redet eigentlich keiner, weil dann jeder sagt, du bist ja psychisch krank. Die meisten Leute verstehen halt nicht, dass ein Mensch dahintersteckt."

Auf die Frage von "Laola1", ob ihr Nationenwechsel mit dem Erlebten zusammenhänge, antwortete sie: "Es ist gut so, wie es ist."

Edlingerova erkrankte in ihrer Pubertät an Morbus Stargardt. Mit der fortschreitenden Erblindung begann sie 2015 mit dem Para-Langlauf. Seit der aktuellen Saison startet sie für Tschechien im Para-Biathlon, da sie für den Para-Langlauf nicht startberechtigt ist.

(VOL.AT)

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