Pröll behält Absolute – Kärnten geht an die SPÖ

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Pröll in Niederösterreich und Kaiser in Kärnten dürfen sich als Sieger der Landtagswahlen feiern lassen.
Pröll in Niederösterreich und Kaiser in Kärnten dürfen sich als Sieger der Landtagswahlen feiern lassen. - © APA
Die ÖVP mit LH Erwin Pröll kann in Niederösterrreich die absolute Mehrheit verteidigen. Die SPÖ gewinnt klar in Kärnten, wo die FPK massiv an Stimmen verliert. Die ersten Landtagswahlen im Super-Wahljahr 2013 gehen entsprechend den Vorwahl-Prognosen aus.

Pröll kann weiter absolut regieren

Trotz Verlusten kann Erwin Pröll (V) Niederösterreich weiter mit absoluter Mehrheit regieren. Die ÖVP büßte zwar laut ersten Hochrechnungen etwas Terrain ein, ist aber weiter unangefochten stärkste Fraktion im Landtag. Die SPÖ erlebte ihr schlechtestes Ergebnis aller Zeiten, die FPÖ verlieren, die Grünen gewinnen leicht, das Team Stronach zieht als fünfte Fraktion ins Landesparlament ein.Die ARGE Wahlen-Hochrechnung gibt der ÖVP sowohl in Stimmen als auch in Mandaten die “Absolute”. Demnach konnte die Volkspartei mit ihrem ganz auf den Landeshauptmann zugeschnittenen Wahlkampf 51 Prozent der Stimmen lukrieren, was einem Verlust von gut drei Prozentpunkten entspricht.

Verloren hat neuerlich die SPÖ, die auf 21 Prozent kommt und damit sogar mehr verliert als die Volkspartei, nämlich rund vier Prozentpunkte. Das von Namensgeber und Sponsor Frank Stronach angeführte Team Stronach erreichte mit rund neun Prozent beim Erstantritt Platz drei. Offen ist noch das Match um Rang vier, FPÖ und Grüne halten bei je rund acht Prozent. Für die Freiheitlichen wäre das ein Verlust von gut zwei Prozentpunkten, für die Grünen ein etwas geringerer Gewinn. Sora sieht in seiner Umfrage für den ORF die FPÖ etwas vor den Grünen.

Kaiser gewinnt – FPK verliert massiv

Die Kärntner Landtagswahl hat laut aktuellen Hochrechnungen von ARGE Wahlen und SORA/ORF einen deutlichen Sieg der SPÖ gebracht. Die Partei von Peter Kaiser kommt auf 37,1 (SORA) bzw. etwa 35 Prozent (ARGE) (2009: 28,74; +8,36 bzw. +6,26) und schaffte damit seit 24 Jahren wieder Platz Eins. Der Abstand zur FPK ist deutlich, sie kommt laut SORA auf 17,4, laut ARGE Wahlen auf 17,5 Prozent.

Das bedeutet für die Partei von Landeshauptmann Dörfler gegenüber 2009 (damals noch als BZÖ) ein Minus von 27,49 bzw. 27,39 Prozentpunkten. Die ÖVP kommt auf 14,8 (SORA) bzw. 16,5 (ARGE) (2009: 16,83; -2,03 bzw. -0,33) und wird klarer Dritter vor den Grünen, die 11,7 (SORA) bzw. 12,5 (ARGE) Prozent erreichten (2009: 5,15; +6,55 bzw. 7,35). Einen klaren Einzug in den Landtag schaffte das erstmalig antretende Team Stronach mit 10,6 (SORA) bzw. 10,0 (ARGE) Prozent. Das BZÖ schaffte mit 6,6 (SORA) bzw. 7,0 (ARGE) ebenfalls den Einzug. Die Hochrechnungen basierten auf der Auszählung von rund einem Viertel der Stimmen. Die SPÖ hält damit künftig drei Regierungssitze (+1). FPK (-3), ÖVP (+/-0), Grüne und Team Stronach bekommen je einen Sitz in der Landesregierung (jeweils +1). Das BZÖ ging leer aus.

SPÖ-Chef Kaiser hat bereits den Anspruch auf den Landeshauptmann gestellt.

(APA)

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